Der Damara- oder Damaraland-Graumull (Fukomys damarensis, Syn.: Cryptomys damarensis) ist eine mittelgroße Art der Graumulle (Fukomys) innerhalb der Sandgräber (Bathyergidae). Wie andere Graumulle ist sie an eine unterirdische und grabende Lebensweise angepasst. Die Art ist im südlichen Afrika von Namibia und Angola bis in den Nordwesten von Südafrika verbreitet.
Der Damara-Graumull erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 15,5 bis 17,8 Zentimeter bei einem Gewicht von 115 bis 210 Gramm, der Schwanz ist mit 2,1 bis 2,4 Zentimetern Länge sehr kurz. Die Männchen sind dabei im Durchschnitt etwas größer und schwerer als die Weibchen.[1] Dabei konnte anhand von Wachstumsmodellen nachgewiesen werden, dass der Größenunterschied auf einer erhöhten Wachstumsrate der Männchen über die gesamte Entwicklungszeit resultiert und nicht aus einer unterschiedlichen Wachstumsdauer oder Zeitraum des Wachstums.[2]
Die mittelgroße Art besitzt einen zylindrischen Körper mit abgestumpfter Schnauze, kurzen Beinen und kurzem Schwanz. Das Fell ist kurz und dick, einzelne Fühlhaare ragen aus diesem vor allem im Kopfbereich hinaus. Die Tiere haben eine glänzende beige oder dunkelbraune bis braun-schwarze Färbung mit einer auffälligen weißen Zeichnung auf der Kopfoberseite, die einzelne Sprenkel in der Fellfarbe beinhalten kann. Ein heller Bauchstreifen kann vorhanden sein.[1] Innerhalb einer Kolonie können dabei nur eine oder beide Farbmorphen auftreten. Dabei sind die Tiere in den südlichen Bereichen eher dunkel bis schwarz, die in Namibia eher beige.[3] Der Kopf ist abgestumpft, die vorderen Nagezähne sind ungefurcht und ragen über die Lippen hinaus, damit sind sie von außen auch bei geschlossenem Mund sichtbar. Die Augen sind sehr klein, äußere Ohren fehlen. Die Vorder- und Hinterfüße sind unbehaart und rosafarben. Der Schwanz ist sehr kurz und erreicht maximal 18 % der Kopf-Rumpf-Länge, er ist nackt und mit einzelnen harten Fühlborsten bedeckt.[3] Die Weibchen besitzen zwei Paar Zitzen im Brust- und eines im Lendenbereich, insgesamt also sechs Zitzen.[3]
Der Chromosomensatz besteht aus 2n = 74 oder 78 (FN=92) Chromosomen.[1]
Der Schädel ist breit und dorso-ventral abgeflacht. Er besitzt einen deutlichen Scheitelkamm und die Jochbögen sind weit nach außen gebogen. Die Infraorbitalfenster sind vergleichsweise klein und tränenförmig.[3]
Vom nahe verwandten Mashona-Graumull (Fukomys darlingii) in Simbabwe und Mosambik unterscheidet sich der Damara-Graumull durch die etwas dunklere Färbung und die größere durchschnittliche Größe, zudem durch genetische Merkmale wie der höhere Chromosomenzahl.[3] Auch der Afrikanische Graumull (Cryptomys hottentotus), der in Südafrika sympatrisch mit dem Damara-Graumull vorkommt, ist im Durchschnitt etwas kleiner. Er hat eine graue Färbung und ebenfalls eine geringere Chromosomenzahl.[3]
Der Damara-Graumull ist im südlichen Afrika vom Süden von Namibia, Sambia und Angola über den größten Teil von Botswana und den Westen von Simbabwe bis in den Nordwesten von Südafrika verbreitet.[1][4] Die Lebensräume umfassen die Trockengebiete um Dordabis und Rheoboth in Namibia, die Kalaharigebiete in Südafrika und auch die Sumpfgebiete am Okavango in Botswana.[3]
Die Lebensräume befinden sich typischerweise in offenen und sandigen Halbwüstenflächen und in den Arenosolen der Kalahari mit Dornengebüschen, Savannen- und Grasvegetation.[3][1] Diese Gebiete sind in der Regel sehr trocken mit jährlichen Niederschlagsmengen von 200 bis 400 Millimeter, die Boden- und Bautemperaturen reichen von 30 °C im Sommer bis 19 °C im Winter.[3] Wie andere Graumulle lebt auch diese Art weitgehend unterirdisch in Kolonien mit zwei bis 14 Tieren. Sie graben Baue im Bereich der Vegetation und ernähren sich herbivor von verdickten Wurzeln, Knollen und anderen Pflanzenteilen. Die Tiere haben einen regelmäßigen zircadianen Tagesrhythmus und graben vor allem nach Regenfällen.[1] Innerhalb der Kolonie ist nur ein Paar aus einem, manchmal zwei, Männchen und einem Weibchen paarungsfähig und sexuell aktiv, die restlichen Individuen stammen aus mehreren Generationen und sind nicht reproduktionsfähig. Sie übernehmen den Bau der Gänge, die Nahrungssuche und die Verteidigung der Kolonie. Die Tiere gelten als eusozial. Wie beim Nacktmull wird die Fortpflanzungsfähigkeit der Weibchen durch das sexuell aktive Weibchen aktiv unterdrückt. Einzelne Tiere und nicht-reproduktive Koloniemitglieder verteilen sich und legen neue Baue an. Der Aktivitätsradius der Tiere beträgt einen bis drei Hektar.[1]
Eine feste Paarungs- und Fortpflanzungszeit gibt es nicht, Jungtiere können über das gesamte Jahr geboren werden. Das dominante Weibchen bekommt bis zu drei Mal im Jahr Nachkommen. Die Tragzeit beträgt etwa 78 bis 92 Tage und die typische Wurfgröße besteht aus einem bis drei Jungtieren.[3][1] Das Geschlechterverhältnis der Jungtiere ist ausgeglichen oder etwas zugunsten der Männchen verschoben.[1] Die Jungtiere sind bei der Geburt nackt.
Der Damara-Graumull wird als eigenständige Art innerhalb der Gattung der Graumulle (Fukomys) eingeordnet, die aus zehn bis vierzehn Arten besteht. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung stammt von William Ogilby aus dem Jahr 1838 als Bathyergus damarensis und erfolgte anhand von Individuen aus der Region des damaligen Damaraland in Namibia.[5][1] Taxonomische Synonyme der Art sind Georychus lugadi de Winton 1998, Georychus micklemi Chubb 1909 und Cryptomuys ovamboensis Roberts 1946.[6] Der Damara-Graumull wurde 1953 von John Ellerman dem Afrikanischen Graumull (Cryptomys hottentotus) als Unterart zugeschlagen, seit den 1990ern und spätestens seit Mitte der 2000er Jahre aufgrund genetischer und morphologischer Merkmale jedoch wieder als eigenständige Art betrachtet.[3] 2006 wurde die Gattung Cryptomys anhand von molekularbiologischen Merkmalen in zwei Gattung aufgetrennt, der Mashona-Graumul wurde dabei mit den meisten anderen Arten der neuen Gattung Fukomys zugeteilt,[6][7] die Aufspaltung wird jedoch nicht allgemein angenommen.[3][8]
Innerhalb der Art werden neben der Nominatform keine Unterarten unterschieden.[1][9]
Der Damara-Graumull wird bei der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) als nicht gefährdet (Least concern) eingestuft. Begründet wird dies mit dem häufigen Vorkommen und dem vergleichsweise großen Verbreitungsgebiet. Die Art kommt zudem in einigen geschützten Gebieten vor und es gibt keine bestandsgefährdenden Risiken.[4] In geeigneten Lebensräumen kann die Art sehr häufig vorkommen und teilweise bis zu 380 Tiere pro Quadratkilometer erreichen.[3]
Der Damara- oder Damaraland-Graumull (Fukomys damarensis, Syn.: Cryptomys damarensis) ist eine mittelgroße Art der Graumulle (Fukomys) innerhalb der Sandgräber (Bathyergidae). Wie andere Graumulle ist sie an eine unterirdische und grabende Lebensweise angepasst. Die Art ist im südlichen Afrika von Namibia und Angola bis in den Nordwesten von Südafrika verbreitet.
The Damaraland mole-rat (Fukomys damarensis[2]), Damara mole rat or Damaraland blesmol, is a burrowing rodent found in southern Africa.[3] Along with the smaller, less hairy, naked mole rat, it is a species of eusocial mammal.
Like other blesmols, the Damaraland mole-rat has a cylindrical body with short, stout limbs, large feet, and a conical head. It is also similar in size to most other African mole-rats, having a head-body length of 14 to 20 cm (5.5 to 7.9 in), with a short, 2 to 3 cm (0.79 to 1.18 in), tail, and weighing between 100 and 280 grams (3.5 and 9.9 oz). There are no external ears, and the blue-coloured eyes are tiny with thick eyelids. The incisor teeth are large and prominent, with flaps of skin behind them to prevent soil from falling into the throat while the animal is using them to dig.[4]
The fur is short and thick, and varies from fawn to almost black, with shades of brown being most common. There is always a white patch on the top of the head, although its exact shape varies, and there may also be additional blotches of white fur elsewhere on the body. Longer sensory hairs project above the fur over much of the body, with the facial whiskers being particularly long. Females have six teats.[4]
Although named specifically for Damaraland, the mole-rats are found across much of southern Africa, including Botswana, Namibia, South Africa, Zambia, and Zimbabwe.[1] They inhabit warm, semi-arid environments dominated by savannah scrubland or sandy grasslands. They are most commonly associated with red Kalahari psamments, and are found only where there is a sufficient supply of plants with subterranean storage organs.[4]
Damaraland mole-rats are herbivorous, feeding solely on tubers, corms, and bulbs. Favoured foods include such plants as Acanthosicyos, Star-of-Bethlehem, Ledebouria, and Talinum. Their natural predators include mole snakes, and occasionally other local snakes, such as cobras.[4] They do not drink, obtaining all their water from their food, which is also an important source of minerals. Unlike most other mammals, they can effectively metabolise these minerals without access to vitamin D, which they lack because they are normally never exposed to sunlight.[5] The basal metabolic rate of Damaraland mole rats is also unusually low for mammals of their size, at just 0.66 cm3 O2 / g · h.[4]
Despite living in an entirely subterranean environment, Damaraland mole-rats exhibit circadian rhythms, and are active primarily during the day.[6] Their levels of the hormone melatonin can be altered by artificially changing the length of apparent daylight, suggesting that they are at least able to distinguish light from dark, although their eyesight may otherwise be very poor.[7]
Damaraland mole-rats live in networks of tunnels,[8] which they dig with their front teeth. The tunnels are 65 to 75 mm (2.6 to 3.0 in) in diameter, and may stretch for up to 1 km (0.62 mi). They have no connection to the surface, although their presence can be inferred from dome-shaped molehills of excavated earth pushed up to the surface.[9] As a result, the tunnels develop their own microclimate, containing warm, moist air, with low oxygen levels.[10] Most digging occurs after rainfall, since dry soil is too difficult to excavate. Because they live in arid environments, this means that Damaraland mole-rats can be extremely active over short periods; a typical colony has been estimated to excavate three tons of soil over a two-week period.[11]
The burrow system consists primarily of foraging tunnels, which the rats dig in search of food. While particularly large tubers and bulbs are at least partially eaten where they are found, smaller ones are dragged to food storage chambers beneath the foraging tunnels. The foraging tunnels are typically only 5 to 25 cm (2.0 to 9.8 in) beneath the soil surface, but are connected to a smaller number of deep tunnels that lead down to the storage chambers, latrines, and a central nest that may be as much as 2.5 m (8 ft 2 in) underground.[4]
Each burrow system is inhabited by a single colony of mole rats, typically with about twelve members, although colonies can range from as little as two to as many as forty members. The colony is eusocial, consisting of a single breeding pair and their non-reproductive offspring. The non-reproductive members of the colony spend their time foraging and maintaining the tunnel system, in particular closing any breaches that may occur. Intruders from other colonies are generally rejected,[4] although DNA paternity studies show that at least some non-reproductive members of a colony may have been fathered by outsiders.[12] The colony has a clearly defined hierarchy, with the breeding male dominant, followed by the breeding female, then non-reproductive males, and finally non-reproductive females.[13]
Colonies fragment if the breeding female dies, with most surviving members dispersing to new locations. Particularly large individuals may also leave the colony to establish a new burrow system. In such cases, dispersal usually only occurs during rainy weather, ensuring that digging will be relatively easy once a suitable location has been found.[14] New colonies are established by unrelated males and females, which become the new breeding pair. Dispersing individuals travel above ground, and are therefore vulnerable to predation from a wide range of animals; some studies have shown that only around 10 percent of dispersing individuals are later found in new colonies.[15] For example, while small groups of siblings may sometimes leave a burrow system at the same time, normally only one survives to found a new colony.[4]
The Damaraland mole-rat is less vocal than the naked mole-rat, making only some birdlike chirps.[8]
As eusocial animals, only the breeding pair within a colony is capable of reproduction. Non-reproductive individuals are not truly sterile, however, and become capable of reproduction if they establish a colony of their own. The reproductive systems of non-reproductive females are underdeveloped, with small, unvascularised uteri and tiny ovaries that contain undeveloped germ cells, but which are incapable of ovulation.[4] Non-reproductive males have smaller testes than their reproductive counterparts and produce little, if any, viable sperm.[16] The non-reproductive status of other adults is maintained by the presence of the breeding female.[17] While her removal causes previously non-reproductive females to become fully fertile, they will only mate with unrelated males, thus avoiding incest within the colony.[18]
The breeding female initiates courtship by calling and drumming with her hind feet. The pair then chase each other in a right circle before mating. Mating occurs frequently over a ten-day period, and gestation lasts 78 to 92 days.[19] Females can produce up to three litters of one to six pups per year.[17] The pups are initially hairless, with closed eyes, and only weigh 8 or 9 grams. They are weaned after 28 days, and reach adult size after around 14 months.[4]
The Damaraland mole-rat's karyotype shows 74 or 78 chromosomes (2n). Its fundamental number is 92.[3]
The Damaraland mole-rat (Fukomys damarensis), Damara mole rat or Damaraland blesmol, is a burrowing rodent found in southern Africa. Along with the smaller, less hairy, naked mole rat, it is a species of eusocial mammal.
Damaraland mole-rat. Note the white patch of fur on top of the headLa rata topo de Damara (Fukomys damarensis, Sin.: Cryptomys damarensis) es una especie de mamífero roedor de la familia Bathyergidae. Esta rata topo vive en túneles en Angola y Namibia. Junto a la rata topo desnuda, es uno de los dos únicos mamíferos eusociales conocidos.[2]
La especie fue descrita por primera vez en 1838 por William Ogilby (1808-1873), un naturalista irlandés.
La rata topo de Damara tiene ojos pequeños, aunque son ciegos. Tienen patas pequeñas, que sirven para empujar sus cuerpos a través de los túneles, y orejas debajo de su pelaje. Sus fosas nasales son pequeñas y pueden obstruirse cuando el individuo excava.
Las plantas en las partes secas de Angola y Namibia, para sobrevivir, mantienen sus nutrientes en raíces subterráneas. Estas son las raíces que F. damarensis buscan para sus sustento aunque son muy escasas, por lo que estos roedores pueden caminar durante kilómetros para encontrarlas. Usan sus dientes frontales para comer la tierra y crear nuevos túneles.
Cuando uno de las ratas topo encuentra una raíz, la muerde y come solo una parte de ella para que la planta no muera. Esto le permitiría regresar más tarde en las estaciones secas.
La rata topo de Damara (Fukomys damarensis, Sin.: Cryptomys damarensis) es una especie de mamífero roedor de la familia Bathyergidae. Esta rata topo vive en túneles en Angola y Namibia. Junto a la rata topo desnuda, es uno de los dos únicos mamíferos eusociales conocidos.
La especie fue descrita por primera vez en 1838 por William Ogilby (1808-1873), un naturalista irlandés.
Rat-taupe de Damaraland, Rat-taupe de Damara
Le rat-taupe de Damaraland ou rat-taupe de Damara (Cryptomys damarensis)[1] est une espèce de mammifères rongeurs de la famille des Bathyergidae. Ce rat-taupe vit dans des souterrains en Angola et en Namibie. Avec le rat-taupe nu et le rat-taupe hottentot, c'est l'un des seuls mammifères eusociaux connus[2].
L'espèce a été décrite pour la première fois en 1838 par William Ogilby (1808-1873), un naturaliste irlandais.
Bien qu'ils soient aveugles, les rats-taupes ont des yeux minuscules. Ils ont des jambes minuscules, qui leur servent à pousser leur corps dans les tunnels, et des oreilles sous leur fourrure. Leurs narines sont minuscules et peuvent se boucher lorsque l'individu creuse.
Les plantes, dans les parties sèches de l'Angola et de la Namibie, pour survivre, emmagasinent leur nourriture dans des racines souterraines. Ce sont ces racines que les rats-taupes apprécient et essaient de trouver. Or, comme ces racines sont très rares, les rongeurs peuvent parcourir des kilomètres sans rien trouver. Ils utilisent leurs dents antérieures pour ronger la terre et créer des nouveaux tunnels.
Lorsque l'un des rats-taupes trouve une racine, il la mord et n'en mange qu'une partie afin que la plante ne meure pas. Cela lui permettrait de revenir plus tard lors des saisons sèches.
Rat-taupe de Damaraland, Rat-taupe de Damara
Le rat-taupe de Damaraland ou rat-taupe de Damara (Cryptomys damarensis) est une espèce de mammifères rongeurs de la famille des Bathyergidae. Ce rat-taupe vit dans des souterrains en Angola et en Namibie. Avec le rat-taupe nu et le rat-taupe hottentot, c'est l'un des seuls mammifères eusociaux connus.
L'espèce a été décrite pour la première fois en 1838 par William Ogilby (1808-1873), un naturaliste irlandais.
다마랄랜드두더지쥐(Fukomys damarensis[2])는 뻐드렁니쥐과에 속하며 아프리카 남부에서 발견되는 굴을 파는 설치류의 일종이다.[3] 더 작고 털이 적은 벌거숭이뻐드렁니쥐와 함께 사회성이 높은 것으로 알려진 2종의 포유류 중 하나이다.